Tuesday, 12 January 2016

Hello 2016

So, da bin ich wieder. 2015 war ein super Jahr mit viel Stress und viel Gutem. Ein Umzug, Unmengen an Arbeit, private Veränderungen, berufliche Neuanfänge, viele neue Freunde, ein paar Trennungen von einigen Menschen, welche nicht mehr in mein Leben passten oder umgekehrt, die Erkenntnis, dass ich keine einzige Handtasche 2015 gekauft und trotzdem überlebt habe.

Eigentlich ist es mir immer egal wenn ein neues Jahr anfängt, da ich mir eigentlich jeden Tag etwas Schönes vornehme, aber es gibt natürlich Dinge, welche ich mir für die nächsten Monate vornehme.

Seit meinem letzten Urlaub auf Korfu bin ich süchtig nach Business Books. Es gab so gesehen keinen richtigen Auslöser hierfür. Bei Chris fand ich sie immer recht langweilig, bis ich auf Ted Talks einen Speaker sah, der das Buch SAPIENS vorgestellte. Und so kam ich von einem Buch zum nächsten. Eigentlich war ich Ende November auf der Suche, wie man „Work Life Balance“ (bis zu diesem Zeitpunkt in meinem Leben nicht existent) auch wirklich umsetzen kann. Ich war sogar in einem Seminar, wo ich allerdings festgestellt habe dass die meisten Menschen die in solchen Seminaren sitzen einfach faul sind und vielleicht mal wirkliche Probleme haben sollten :)

Ich war gebannt. Netflix wurde mein bester Freund für alle möglichen Ratgeber Sendungen und Reportagen – das beste Mittel sich nächtliche Arbeit abzugewöhnen. Und ich muss sagen, dass ich seit meiner neuen Erkenntnisse wesentlich glücklicher bin.

21 DAYS FOR A NEW HABIT LAMOURDEJULIETTE MOTIVATIONAL BLOGS

Ich weiß, es ist von vielen schon widerlegt worden dass es nicht ganz so einfach ist, aber bei mir hat es bisher ganz gut geklappt, mir in 21 Tagen eine neue Verhaltensweise anzugewöhnen. Deswegen werde ich mir meine Vorsätze auch nicht alle auf einmal vornehmen, sondern nach und nach für 21 Tage umsetzen.

Ich möchte wieder gesund, rundum glücklich, zufrieden und ruhig leben. Und an den meisten Dingen ist man selbst schuld wenn das nicht klappt. In den letzten Jahren waren das bei mir Umzüge, Launen anderer Leute - die eigentlich nicht zu meinem Problem werden sollten, ständige Gewichtsschwankungen, unmögliche Arbeitsstunden täglich, über Monate. Ich habe manchmal das Gefühl gehabt nichts auf die Reihe zu bekommen, weil ich einfach keinen Ausweg gesehen habe. Oder weil ich einfach sehr viel Zeif für andere geopfert habe, aber nie für mich.
 
ME TIME
Immer habe ich mich an die Karrierepläne meines damaligen Freundes anpassen müssen, durfte unsere Wohnung nur bedingt ändern, wenn ich keinen Jahrhundertstreit aufbeschwören wollte (nicht einmal Bilder aufhängen), habe immer meine Arbeit vor mein Privatleben gestellt, bin dauernd nach England geflogen, damit Chris keine Belastungen einer Fernbeziehung hatte. Das Resultat war, dass ich unglaublich gestresst war, gereizt, meine Wohnung war ein einziges Chaos. Und wofür? Damit andere ein schönes Leben haben.

Dieses Jahr denke ich einfach mal an mich. Wie schrecklich :) Nur an mich. Natürlich auch meine Familie und Freunde, aber wenn ich keine Lust habe jemandem andauernd zu helfen, dann lasse ich es. Unvorstellbar in der heutigen Zeit, aber das ist genau das was ich nun brauche.

HAUSHALTSHILFE
Ja, ich bin nun auch ein halbes Jahr ohne Putzfrau ausgekommen. Es geht, aber ich wüsste nicht warum ich es mir länger antun sollte. Es war ein Ausflug, der mich gelehrt hat wie man seine Dusche entkalt und nun bin ich gewillt dieses zu teilen :) Wenn ihr also eine gute Perle in der Nürnberger Gegend kennt, lasst es mich wissen.

PURES GLÜCK
Was mich komischer Weise unglaublich glücklich macht, ist einfach abends in einem kleinen Moleskine Büchlein alle Dinge für die ich dankbar bin aufzuschreiben. Ich nehme mir immer vor, mindestens drei zu finden, meistens sind es aber viel mehr.
Und Alleinsein macht mich euphorisch. Alleine durch den Park laufen. Oder auf meinem Sofa sitzen. Alleine einkaufen. Momentan bin ich sehr, sehr gerne einfach mal alleine.

DETOX
Mit all den Weihnachtsfeiern im Dezember (ich war maximal zwei Tage in der Woche abends zu Hause) habe ich nicht mehr so wirklich darauf geachtet was ich esse. Weihnachten saß ich dann wie ein pummeliges, pickeliges, aber glückliches Monster unter dem Christbaum und habe meine Familie angefeindet dass ich wegen ihnen so fett bin :) Hätte mir einer Plätzchen angeboten, hätte ich ihm womöglich die Hand mitabgebissen. Ich hatte schon geträumt, dass ich unter meinem Rollkragenpullover ein Doppelkinn finde und in einem meiner Träume meinte sogar jemand zu mir, dass ich hässlich wäre (obwohl es ja nur ein Traum war, hasse ich die Person seitdem ein bisschen - eigentlich kann er nicht wirklich was dafür). So konnte es nicht weitergehen. Seit zwei Tagen wird entsaftet, Tee getrunken und gelaufen. Und das wird nun auch wieder bis nächsten Dezember durchgezogen. Die ersten Tage sind schrecklich, aber ich denke nach den ersten 21 Tagen habe ich mich bestimmt wieder daran gewöhnt.

RUNNING
Was letztes Jahr absolut auf der Strecke geblieben ist, war dass ich nur noch sporadisch laufen gehen konnte. Allerdings fange ich an, alles und jeden um mich herum zu hassen, wüst zu beschimpfen und gehässig zu warden, wenn ich keine Zeit finde Sport zu treiben. Ich bin manchmal dann eben nachts laufen gegangen, aber so sicher finde ich das in der Stadt momentan nicht.

BEAUTY TREATMENTS
Seit ewigen Zeiten habe ich mir vorgenommen auch endlich einmal regelmäßig zum Fruchtsäure Peeling, Derma Roller Treatment, in die Sauna oder sonst wo hinzugehen. Wenn man bedenkt, dass ich teilweise in meinen Kalender eintragen musste wann ich mir die Haare waschen möchte, allerdings undenkbar.
Da ich auch seit Dezember wieder mehrmals wöchentlich Gesichtsmasken mache, werde ich hier auch ab und zu mal eine vorstellen.

Fruchtsäure Peelings
Ende des Jahres im Zuge meines Work-Life-Balance Programms habe ich mit Fruchtsäure Peelings angefangen und muss sagen dass sich nach zwei Malen schon ein bisschen Veränderung abzeichnet. Meine Haut ist irgendwie heller und reiner geworden. An diese Erfolge möchte ich auch in diesem Jahr anknüpfen.

Maniküre
Ich bin kein Meister der Maniküre. Auch wenn ich ständig rote Nägel trage, genau hinsehen darf man nicht, denn selbst wenn ich mir Mühe gebe sieht es einfach nicht schön aus. Einmal im Monat gehe ich deswegen in Zukunft wieder zum Maniküren.
 
RUHE
Leider ist es mir letztes Jahr misslungen endlich einmal Ruhe einkehren zu lassen. Meine Wohnung war über ein halbes Jahr wie eine Baustelle, da ich ja keine Zeit hatte mal etwas auszuräumen. Nun ist sie fast fertig und ich merke, dass ich endlich auch einmal Zeit für mich habe.
 
Außerdem habe ich mir vorgenommen, endlich einmal früher ins Bett zu gehen. Meist gehe ich so um ein oder zwei Uhr morgens ins Bett und stehe um fünf oder sechs wieder auf. Mein Ziel ist es, in Zukunft zwischen zehn und elf im Bett zu liegen.

THIS IS THE END FOR YOU MY FRIEND
Ich habe festgestellt, dass ich irgendwann eine Phase erreicht hatte, in der ich nur noch gemotzt habe. Und eigentlich hasse ich solche Menschen. Deswegen drehte sich mein erstes 21 Tage Experiment darum, nicht mehr zu motzen.

Auch unschöne, negative Wörter durften nicht verwendet werden. Damit und ein paar weiteren von mir recherchierten und aufgestellten Regeln war ich nach zehn Tagen ausgeglichen, glücklich und euphorisch. Bis ich mit einer Freundin zum Lunch ging. Meine Güte haben manche Menschen, die drei Mal im Jahr die Seychellen, Bali und die Karibik bereisen ein schlechtes Leben. Nach unserem Essen wollte ich mich nur noch verkriechen. Allerdings ist MEIN Leben ja gar nicht schlecht. Und das meiner Freundin eigentlich auch nicht – ich glaube allerdings sie wäre unglücklich wenn es ihr offiziell gutginge. Es ist auch nicht so, dass wir einfach uns ein bisschen in gesunder Art und Weise ein bisschen über das Leben ausgelästert hätten. Sie verbreitete einfach nur schlechte Laune. So leid es mir tut, aber seit diesem Tag habe ich nichts mehr mit ihr unternommen. Denn wenn ich mich recht entsinne waren unsere Mittagessen, Café Besuche und Mal-Was-Trinken-Gehen-Abende immer so verlaufen dass sie mich in ein schwarzes Loch gezogen hatte.

Auch eine immerzu gereizte Arbeitskollegin, die täglich auf der Jagd nach jemanden ist an dem sie ihre Laune auslassen kann, wurde eliminiert. Es ist nicht meine Schuld dass jemand nicht glücklich ist und auch nichts unternimmt, dass es ihm anders geht (meine Theorie ist, dass es Menschen gibt, die das einfach brauchen). Ein paar Leute sind noch auf meiner Liste, allerdings laufe ich denen sowieso nur selten über den Weg.

Was habt ihr euch denn vorgenommen?