Friday, 20 March 2015

Hello Again

Nun denn. Ein Lebenszeichen von mir. Anfang Februar bin ich nach zurück nach Deutschland, genauer Nürnberg gezogen. Die zwei Jahre in England haben mich auf persönlicher Ebene unglaublich bereichert. Eigentlich könnte man sagen „Jeder sollte mal ein paar Jahre ins Ausland ziehen“. Ich weiß heute schon, dass es auf gar keinen Fall das letzte Mal ist und ich unbedingt eines Tages wieder zurück möchte.
Was mich immer in Deutschland gestört hat und auch immer noch stört ist, dass es sich anscheinend bei vielen rumgesprochen hat, dass man sich an alle Regeln halten muss, die es in Deutschland gibt. In England nimmt man das nicht so genau, was einen als Deutschen schon anfangs mal zur Weißglut bringen kann. Mit der Zeit lernt man dies allerdings auch zu schätzen. Leben und leben lassen. Für mich habe ich z.B. gelernt, mir einfach mal den Buckel runterrutschen zu lassen. Manche beherrschen das ja ohnehin schon, für mich war das Neuland :)
 
UnionJack_ErfahrungsBericht_England

Image From Tinker Prince Via Etsy

Auch habe ich gelernt, dass ich eigentlich gar nicht so Deutsch bin, wie ich es immer dachte. In den ganzen zwei Jahren hat mir kein einziger Mensch zugetraut aus Deutschland zu kommen. – Ich bin mir noch nicht ganz sicher ob das gut oder schlecht ist.
Die meisten dachten ich käme aus Südafrika, da ich anscheinend einen solchen Dialekt habe – frage mich bis heute wo ich den wohl herhabe, den mein „Lehrmeister“ kommt eigentlich aus Nordengland.
Auch beliebt war Skandinavien, denn ich habe ja eine unglaubliche Vorliebe für schöne Wollpullover im Winter – und wie jeder weiß, tragen die nur Schweden, Norweger und vielleicht noch Dänen ;)

Oder Spanien. Denn in einem Land, das angeblich so verregnet ist, sind Menschen mit brauner Haut und dunklen Haaren selten gesehen.
 
Und kochen habe ich gelernt! Okay, für Menschen die das schon immer gemacht haben, wird das sich nun nicht so besonders schwierig anhören. Ich muss dazu allerdings sagen, dass ich wirklich weniger als 10 Mal vorher in meinem Leben „gekocht“ habe. Entweder ich habe kochen lassen oder ich bin essen gegangen, auf jeden Fall habe ich mich gut gedrückt wenn es darum ging etwas auf den Tisch zu bekommen. Warum? Es macht mir einfach keinen Spaß.
In meiner nächsten Wohnung möchte ich mir allerdings eine schöne Küche gönnen. Zwar macht mir das Kochen immer noch keinen besonders großen Spaß, aber die Ergebnisse zählen :)
 
Was mich aber am meisten verblüfft, ist dass sich mein Gewicht so schnell verändert hat. Angeblich kann man ja gar nicht schnell abnehmen, Bla, Bla, Bla.
Nun ja, ich hatte in England sage und schreibe 6 Kilo zugenommen. Nach fünf Wochen hatte ich davon schon ganze 4.2 Kilo abgenommen. Ganz ohne Sweat, Blood and Tears. Mittags habe ich meistens Thailändisch gegessen und abends dann einfach ein bisschen Salat, Steak oder eine Brotzeit. Außerdem zwinge ich mich abends eine 1.5 Liter Flasche Wasser vor dem Schlafen zu trinken. Ich bin schon fast wieder bei meinem „normalen“ Gewicht angekommen. Hätte ich mir schlimmer vorgestellt.
 
Das Dumme ist nun, dass ich England vermisse – und meinen Freund, welcher noch dort wohnt. Allerdings macht mir mein neuer Job so unglaublich viel Spaß, so dass ich eigentlich nicht so viel Zeit habe etwas zu vermissen. Und mein Blog Baby will  natürlich auch wieder in Zukunft gefüttert werden.
 

Am Montag möchte ich mich wieder komplett bei euch zurückmelden. Da gibt es dann auch ein Gewinnspiel :)

 
Euch ein schönes Wochenende